Sehenswürdigkeiten in Worms

Sehenswürdigkeiten in Worms


Dom St. Peter

Der Dom in Worms steht auf einem Hügel der Stadt, etwa 100 Meter über dem Meeresspiegel. Schon die Römer waren hier in der Gegend und bauten ein Verwaltungszentrum und Tempel auf. Nach dem Untergang der Römer entstand im 7. Jahrhundert auf den Grundmauern römischer Tempel eine Basilika, die die Burgunder errichteten. Im 11. Jahrhundert wurde unter Bischof Burchard ein Dom gebaut. Der kreuzförmige Bau hatte zwei halbrunde Chöre mit je einem Rundturm. Noch heute ist ein Teil der Mauern erhalten. Im 12. Jahrhundert wurde der Dom Stück für Stück abgetragen und neu aufgebaut. Experten vermuten, dass dies durch erhebliche Schäden in der Bausubstanz notwendig geworden war. Zwischen 1130 und 1144 wurde der Ostteil mit Querschiff und Türmen errichtet. 1160 bis 1170 folgte das Hauptschiff, 1171 bis 1181 schließlich der Westchor mit dem Chorturm. Während des 30-jährigen Krieges wurde der Dom durch schwedische Truppen stark beschädigt. Auch kurze Zeit darauf, zwischen 1688 und 1697 richteten französische Truppen verwüstet und geplündert. Ein schwerer Brand dieser Zeit ist auch der Grund dafür, warum die heutige Innenausstattung vor allem im Barock-Stil gehalten ist. Auch die Französische Revolution hinterließ ihre Spuren. Der Dom wurde kurzerhand für Pferde und als Lager genutzt. Im Jahr 1886 wurde der Dom aufwendig renoviert, sowohl innen wie außen. Der Westchor musste in diesem Rahmen von Grund auf saniert und erneuert werden. 1935 waren die Arbeiten zwar abgeschlossen, doch bereits 1945 wurde der Dom von Fliegerbomben schwer beschädigt. Später kam die farbigen Glasfenster von Heinz Hindorf dazu, die in 20 Bildern die Geschichte des Bistum Worms darstellen.


Nibelungenmuseum

Die Nibelungensage gehört zu den bekanntesten Mythen in Deutschland. Seit 2001 gibt es in Worms ein Museum, das sich dieser Thematik widmet. Passend zum Thema ist das Museum zum Teil in zwei historischen Türmen der erhaltenen Stadtmauer aus dem 11. Jahrhundert untergebracht. Neben einer multimedialen Dauerausstellung , in der Besucher auf spannende Art und Weise die Geschichte rund um die Protagonisten der Nibelungensage und deren Hintergrund erfahren -beispielsweise in Erzählungen, die der Schauspieler Mario Adorf eingesprochen hat – gibt es viele weitere Angebote. Sonderschauen, Vorträge, Lesungen, museumspädagogische Workshops machen die Stauferzeit und die Nibelungensage wieder lebendig. Naheliegend war für die Macher, das Nibelungenmuseum in Worms zu eröffnen, schon deshalb, weil viele Szenen des Nibelungenliedes in der Stadt spielen. Zudem war die Lage zwischen Stadtmauer, Wormser Dom und der Rheinpromenade mit dem Hagendenkmal der ideale Ort, sodass die Stadtoberen schnell überzeugt waren. Das Baukonzept stammt von einer Pariser Agentur, das auf lokaler Ebene Kritik auslöste, letztlich begannen die Bauarbeiten dennoch im November 1999 und knapp zwei Jahre später, im August 2001 konnte die Eröffnung stattfinden. Bei der Nibelungensage handelt es sich nicht um eine historische Geschichte, sodass es kaum originale Stücke gibt. So erhalten die Besucher einen fiktionalen Einblick in die mittelalterliche Sage und einen Überblick über die verschiedenen Interpretationsansätze. In drei Themenräumen, dem Sehturm, dem Hörturm und dem Schatzraum werden unterschiedliche Aspekte beleuchtet. Der Schatzraum wurde aus technischen Gründen geschlossen, dafür können Besucher im Mythenlabor die Führung nochmals nachvollziehen. Gerade für Schulklassen bieten sich hier die Möglichkeit der Recherche. Kurze Beiträge zur Stadt Worms, Mythologie und anderem runden die Ausstellung ab. Im Sehturm wird das Nibelungenlied und seine historischen Rahmenbedingungen vorgestellt. Hier finden sich über 1000 Darstellungen, Stiche und Propagandaplakate sowie Operninszenierungen. Im Hörturm können Gäste das Lied auf mittelhochdeutsch hören und sich simultan übersetzten lassen. Dazu kommen Informationen zur Alltagskultur der Stauferzeit. Auch in der internationalen Presse wurde das Nibelungenmuseum beachtet und gelobt. In Frankreich, Kanada, den USA und Japan wurde das Museum durch das Goethe-Institut vorgestellt.

Zahlen & Fakten: Stadtname:
Worms

Bundesland:
Rheinland-Pfalz

Landkreis:
Kreisfreie Stadt

Höhe:
100 m ü. NN

Fläche:
108,77 km²

Einwohner:
81.784

Autokennzeichen:
WO

Vorwahl:
06241,06242, 06246, 06247

Gemeinde-
schlüssel:

07 3 19 000

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